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Samstag, 1. Dezember 2012

STRONG. (1 year remembrance)


 STRONG. (1 year remembrance)

 Stil: Buntstifte, Fineliner, Copics
Zeit: ?
Jahr: 2012

 Wie der ein oder andere vielleicht schon aus dem Untertitel des Titels entnehmen kann, möchte ich für mich einfach dem 11.03.2011 gedenken. Ich habe eine Weile überlegt, wie genau ich das Bild zeichnen will, bis mir eine Idee kam. Es ist nicht ganz so geworden, wie ich es wollte, aber es gefällt mir dennoch.

Ich zeichnete also einen Krieger, der viele, viele Blessuren davongetragen hat, dennoch aber seinen entschlossenen Ausdruck im Gesicht behält und nicht aufgibt. Es sind viele kleine Einzelheiten im Bild versteckt, die entweder den Verlust oder Rückschlag symbolisieren (eben seine Blessuren, der Schmutz, die geflickte Flagge, die kahlen Steine), gleichzeitig aber auch Hoffnung ankündigen (der blaue Himmel, sein Blick, die Kraniche, die kleine Blume).

Es sollte so etwas aussagen wie "Wir haben herbe Rückschläge erlitten, aber wir geben nicht auf." So ähnlich habe ich es einmal von einem Mann in einem Interview zum Thema 11. März gehört und es beeindruckte mich sehr. Deshalb auch der Titel "STRONG".

Mich persönlich hat der Tag damals sehr getroffen, weil ich Freunde und Bekannte dort hatte, um die ich mich sorgte. Und: Weil die Menschen mich mit ihren Schicksalen sehr berührten. Außerdem habe ich wirklich lange Zeit recherchiert nach Augenzeugenberichten, Berichte von Menschen wie du und ich, da sie mich viel mehr fesselten als irgendwelches Mediendurcheinander deutscher und anderer Zeitungen.
An dieser Stelle kann ich übrigens auch nur an das Japanische Haus in Leipzig verweisen, die ganz tolle Aktionen hatten/(haben?), um Spenden zu sammeln. Und auch wenn es nur kleine Sachen waren- jeder Cent wurde überwiesen zum Wiederaufbau. Außerdem hatten sie dort eine schöne Ausstellung über einen Blog eines betroffenen Mannes, der mich zu Tränen rührte. Auf deutsch ist er hier auch noch einmal nachzulesen.

Ich finde es schade, dass ein Jahr später alle nur noch an die Fukushima-Katastrophe an sich denken und wie man Atomkraft in Deutschland verhindert. So viele haben die Menschen dort vergessen, die nicht nur durch Fukushima schreckliches erlitten, sondern durch den Tsunami und das Erdbeben. Ich wollte das Wochenende zum 11. März zu einer Gedenkfeier, aber als ich las, das dort Politiker seien, um gegen Atomkraft zu werben, ließ ich es. Ich denke, so etwas gehört einfach nicht auf eine Feier, auf der den Opfern gedacht werden sollte.

Ich weiß, es gab schon einige, die mich da nicht verstehen können. Natürlich ist die Atomkraft hier auch nicht gut, aber man sollte die Menschen dort nicht vergessen.

Aus diesem Grund möchte ich all diesen Menschen dieses Bild widmen. Alljene, die immer noch in keinem neuen Haus wohnen und bei denen es auch noch Jahre dauern könnte, bis sie ein neues erhalten; die, die umziehen und evakuiert werden mussten, und die, die ihre Lieben verloren. Natürlich auch im Gedenken an die Opfer. 

Empfehlen kann ich übrigens auch dieses Buch, welches nicht wirklich dick ist, aber sehr ergreifend und natürlich einzelne Schicksale von Betroffenen erzählt. Ein sehr rührendes Buch.


Skizze

Outlines

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